Das Stück


REGIE:  Carola v. Seckendorff

DRAMATURGIE:  Joachim Henn

SOUND:  Ralf Haarmann

CHOREOGRAPHIE:  Tom Bünger

REGIEASSISTENT:  Jens Krause

REGIEHOSPITANZ:  Imke Allerbeck

ABENDSPIELLEITUNG: Carola Layda

MITWIRKENDE:  Cornelia Kupferschmid, Carolin Wirth, Johanna Kollet, Christiane Hagedorn, Claudia Frost

Premiere: Münster 30.05.2015

mutter

5 freischaffende Münsteraner Schauspielerinnen, 5 Mütter haben sich mit der Regisseurin Carola v. Seckendorff unter ihrem neugegründeten Label FreiFrau zusammengetan um dieses Projekt zu erarbeiten. Sie haben ihre Mütter, ihre Kinder und sich selbst befragt und somit viele Stunden Material gesammelt um daraus ein Extrakt zu gewinnen.

Mit diesem Rechercheprojekt wird theatral, körperlich, akustisch und musikalisch umgesetzt, wie Frauenleben durch die Generationen in der weiblichen Linie geprägt und beeinflusst werden: welche Einflüsse Erziehung hat, was davon an die eigenen Kinder weitergegeben wird, ob wir heute noch Kriegseinflüsse spüren und weitergeben und welche Rolle unser Beruf dabei spielt. Es wird der Frage nachgegangen, wie Frauen von heute ihren ureigenen Platz in dieser Welt finden. Verschiedene Tonabspielgeräte, die stellvertretend für die Jahrzehnte, die uns geprägt haben stehen, bewahren die aufgezeichneten O-Töne unserer Mütter und Kinder und bilden als Dialogpartner den Hintergrund des Abends.

Da die Darstellerinnen sich mit ihrer Arbeit nicht auf die Bühne stellen und sich „ausstellen“ und „erhöhen“, sondern sich mitten unter die Zuschauer mischen, begegnen sie ihrem Publikum auf Augenhöhe, beziehen es ein, nehmen es mit, konfrontieren es. Die Zuschauer sind somit nicht bloße Konsumenten einer Kulturveranstaltung, sondern werden zum gleichwertigen, interagierenden, kommunizierenden Gegenüber.

Dieses Rechercheprojekt dringt nicht in „fremde“ Thematiken oder „Experten des Alltags“ ein, sondern forscht in den Biographien der Darstellerinnen selbst nach den Bedingtheiten durch Zeitläufe, Familienstrukturen und wirtschaftliche und gesellschaftliche Zwänge. Es lässt offenbar werden, wie man darin gefangen sein und doch Autonomie und Freiheit erringen kann. Dem Publikum werden nicht fremde Themenkreise näher gebracht, sondern es wird animiert selbst zur Forscher_in und Befreier_in in eigener Sache zu werden.

Gefördert durch:

KaMs1

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              Die „Westfälischen Nachrichten“ schreiben:

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